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Klima-Spandau-los


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Sanierer sind die Helden der Energiewende! Denn Energie, die gar nicht erst benötigt wird, ist am ökologischsten. Die KlimaWerkstatt möchte das Engagement von Spandauer Hausbesitzern, Energieberatern, Architekten, Handwerksbetrieben und Unternehmen zum lokalen Klimaschutz sichtbar machen. Dazu starten wir die Kampagne „Klima . Spandau . los!", wo wir in loser Folge bis in den Sommer Akteure aus dem Bezirk vorstellen, die etwas für Energie-Effizienz im Gebäudebereich tun: Als Beispielgeber. Als Klimaschützer. Als Spandauer.

Den Auftakt macht Carsten-Michael Röding, seit 1999 Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung und jetzt auch stellvertretender Bezirksbürgermeister von Berlin-Spandau sowie Familien-Vater zweier Kinder.

 

Herr Röding, welche Bedeutung hat die Sanierung von Gebäuden beim Klimaschutz?

Eine große, denn ohne Sanierung im Gebäudebestand werden wir das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen nicht erreichen. Der Bezirk stellt sich dieser Verantwortung in zweifacher Hinsicht: Zum einen ist es mir 2011 nach einem langen Prozess gelungen, das Rathaus sowie 14 weitere kommunale Liegenschaften an das Fernwärmenetz anzuschließen. Zusammen mit den anderen an die Fernwärme angeschlossenen Gebäuden werden damit in Spandau jährlich rund 13.052 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen. Zum anderen beraten wir seit 2012 mit der KlimaWerkstatt die privaten Hausbesitzer zu allen Fragen rund um die Gebäudesanierung und zum Heizungstausch. Energetische Sanierung ist auch ein wichtiges Betätigungsfeld für unsere Handwerker, Architekten und Energieberater, mit denen die KlimaWerkstatt zusammenarbeitet.

Was tun Sie persönlich für den Klimaschutz und verringerten Energie-Verbrauch?

(Lacht.) Also im Rathaus benutze ich die Treppen und mit meiner Familie kaufe ich gern regionale Produkte ein, wie zum Beispiel an der Milch-Tankstelle bei Nauen. Energiesparlampen sind bei uns zu Hause schon lange Standard und beim Bau meines Hauses habe ich die damals gültigen Energieverbrauchswerte deutlich unterschritten. Heute würde ich wohl noch stärker auf erneuerbare Energien wie Erdwärme setzen.

Im März stellte Berlins Umweltsenator Michael Müller die neue Klimaschutz-Studie vor – mit dem Ziel, die Hauptstadt bis 2050 klimaneutral zu machen. Was trägt Spandau hierzu bei?    

Die Beispiele zeigen, dass wir im Bezirk seit Jahren für Klimaschutz aktiv sind. Seit dieser Legislaturperiode gibt es im Rathaus auch die Leitstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie seit Mai 2013 unser Zentrum in der Mönchstraße 8, in der Altstadt, wo wir durch vielfältige Veranstaltungen Spandauer zum Thema Klimaschutz und nachhaltiger Konsum erreichen.

Darüber hinaus hoffe ich und wünsche mir, dass es uns gemeinsam mit den unternehmerischen Akteuren im Bezirk gelingt, erfolgreiches Klimaschutz-Engagement, wie zum Beispiel der Florida-Eis Manufaktur und der Charlottenburger Baugenossenschaft, weiter auszubauen und stärker in die Breite zu tragen, um damit zum Klimaschutz-Hauptstadt-Ziel 2050 beizutragen.

Also: Ich bin dabei. Sie auch?