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» Sicher und umweltbewusst in die Zukunft «


Sanierer sind die Helden der Energiewende! Denn Energie, die gar nicht erst benötigt wird, ist am ökologischsten. Die Klima Werkstatt möchte das Engagement von Spandauer Hausbesitzern, Energieberatern, Architekten, Handwerksbetrieben und Unternehmen zum lokalen Klimaschutz sichtbar machen. Dazu realisieren wir die Kampagne „Klima . Spandau . los!", wo in loser Folge Akteure aus dem Bezirk vorgestellt werden, die etwas für Energie-Effizienz im Gebäudebereich tun:
Als Beispielgeber. Als Klimaschützer. Als Spandauer. In Folge drei ist dies nun Dirk Krutke.

 

Dirk Krutke ist Architekt und führt das Architekturbüro KOMBINAT BAU+DESIGN am Grünen Wall 26. Unter dem Motto „Sicher und umweltbewusst in die Zukunft" haben er und seine Frau die Modernisierung ihres Siedlungshauses realisiert. „Unser neues Heim soll energetisch fit sein – und das möglichst für die nächsten 40 Jahre", skizziert Dirk Krutke die Zielsetzung. Seit Weihnachten 2011 bewohnen beide nun ein KfW-Effizienzhaus 100. Die Fenster wurden vollständig gegen moderne Holzfenster mit einem U-Wert von 1,0 ausgetauscht und die Fassade wurde mit einem 24 Zentimeter mineralischem Wärmedämmverbundsystem bekleidet. Im einstigen Ölheizungskeller steht jetzt eine moderne elektrisch betriebene Luft-Wärmepumpe mit einer modulierenden Nenn-Wärmeleistung von 3 bis 9 Kilowatt. Das Funktionsprinzip ist umgekehrt wie beim Kühlschrank und garantiert den Bewohnern zu jeder Jahreszeit aus der Außenluft gewonnene Wärme für ihr Heim.
Durch den Einsatz der Wärmepumpe konnte eine vollständige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen erreicht werden. Damit setzen Dirk Krutke und seine Frau auf einen zukunftsträchtigen Energieträger der, so hoffen beide, in der Zukunft irgendwann vollständig ökologisch und klimaneutral gewonnen werden kann. Dies gelingt ihnen im Sommer bereits, denn durch das Solarfeld auf dem Dach kann der Energieverbrauch der Familie fast vollständig gedeckt werden. Um dieses System wirtschaftlich betreiben zu können wurde in das bestehende Haus nachträglich eine Fußbodenheizung in allen Räumen eingebaut. Insgesamt sind rund 180.000 Euro in den Umbau des Reihenendhauses aus den späten 1960er Jahren geflossen – rund 80 Prozent davon in die energetische Modernisierung. Den Berliner Architekturpreis 2013 konnte das Paar leider nicht gewinnen, aber sie sind glücklich in ihrem behaglichen und energie-effizienten Haus.