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Der Spandauer Betrieb SpeiseGut versorgt rund 180 Haushalte mit frischem Gemüse, Saft, Eingemachtem, Speiseöl, Honig und auf Wunsch auch mit Eiern und Wurst. Geliefert wird in Abholstellen in ganz Berlin. Auch die KlimaWerkstatt Spandau ist eine der Abholstellen für die SpeiseGut-Lebensmittel. Hier können Sie wöchentlich Ihren Anteil an der Ernte erhalten. SpeiseGut ist öko-zertifiziert und ein Betrieb der solidarischen Landwirtschaft.

Immer mehr Menschen greifen zum Einwegbecher, um ihren Kaffee unterwegs zu trinken, mit weitreichenden Folgen. In Deutschland werden stündlich 320.000 Einwegbecher verbraucht, pro Jahr sind das fast drei Milliarden Stück. Für ihre Herstellung werden über 40.000 Bäume gefällt, hinzukommen tausende Tonnen Kunststoff sowie Milliarden Liter Wasser. Für ihre Produktion ist jährlich eine Energiemenge nötig, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte. Berliner Abgeordnete stimmten im letzten Monat einem Antrag zu berlinweit ein Mehrwegbecher-Pfandsystem einzuführen und Kaffee im Mehrwegbecher zu rabattieren. Der Antrag wird nun im Fachausschuss für Umwelt beraten und soll anschließend im Abgeordnetenhaus endgültig verabschiedet werden.

„Mehrweg = Mehrwert für den Klimaschutz“ will durch Beratung und Aufklärung neue Wege aufzeigen, wie Ausgabe und Nachfrage nach Einwegverpackungen im Bezirk positiv verändert werden können. Zusammen mit Handelsunternehmen und Gastronomiebetrieben werden in den nächsten zwei Jahren Aktionen gestartet, die das Aufkommen an Einwegverpackungen wie coffee-to go-Bechern, Aluminiumschalen und anderen take-away-Verpackungen in Spandau nachhaltig reduzieren und so das Klima schützen.

Als Konsumenten verbringen wir viel Zeit mit Ernährung, auch wenn wir unsere Lebensmittel nicht (mehr) selbst erzeugen. Unternehmen benötigen entsprechend große Mengen an Energie und Ressourcen, um den Bedarf an Lebensmitteln zu produzieren und zu verteilen.

Im Ergebnis sind rund ein Drittel der individuell verursachten Umweltbelastungen der Ernährung zuzuschreiben. Diese Umweltbelastungen können verringert werden, ohne dass irgendjemand schlechter lebt.

Die KlimaWerkstatt Spandau setzt sich dafür ein: Gemeinsam mit Landwirten, mit Lebensmittel verarbeitenden Betrieben, dem bezirklichen Lebensmittelhandel und mit Spandauer Gastronomen möchten wir dazu beitragen, regionale Erzeugung, ökologischen Anbau und ressourcenbewusste Verarbeitung im Bezirk zu verankern und an die Spandauer zu vermitteln.

Selbstversorgung mit regionalen Lebensmitteln kann einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. In den letzten Jahren wurde die Selbstversorgung häufig als Konzept für Aussteiger oder „Ökos“ propagiert. Die Selbstversorgung im städtischen Kontext wurde ‚als schwierig‘ angesehen und als Lebensweise vorwiegend dem ländlichen Raum zugewiesen. Doch zwischenzeitlich ist der Anbau von Obst und Gemüse in die Städte zurückgekehrt und es gibt darüber hinaus zahlreiche Angebote, sich regional und saisonal selbst zu versorgen. Selbstversorgung klingt im ersten Moment nach viel Arbeit, viel Organisation und wenig Spaß. Häufig denkt man an Komfortverzicht. Das muss aber nicht so sein, denn Selbstversorgung ist eher eine Ergänzung und Aufwertung des eigenen Lebensumfeldes. Als Verbraucher bekommt man so einen besseren Überblick über:

  • Herkunft der Produkte
  • Qualität der Produkte
  • Frische und Natürlichkeit der Lebensmittel
  • schonenden und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen
  • Wir-Gefühl im eigenen Umfeld

Heimisches Obst und Gemüse: Wann gibt es was?

Lebensmittel benötigen mehr oder weniger Energie und Ressourcen, je nachdem wie sie produziert und vertrieben werden. Regionale Produkte haben garantiert kurze Transportwege. Saisonale Produkte sind aus dem Freiland und nicht aufwendig im geschützten Anbau oder sogar in beheizten Gewächshäusern angebaut.

Darauf zu achten, was wann regional verfügbar ist lohnt sich:

  • Die Produkte sind meist billiger, da sie in großen Mengen verfügbar sind.
  • Sie sind lecker und gesund, weil sie direkt vom Acker auf den Tisch kommen.
  • Sie sind weniger klima- und umweltbelastend, da kaum Transportwege und Lagerzeiten anfallen.

Tipps für den Einkauf bieten Saisonkalender:

Saisonkalender von Verbraucherzentrale

Saisonkalender von Slow Food

Saisonkalender meine ernte

Saisonkalender CMA Centrale Marketing Gesellschaft

 

EU-einheitliche Kennzeichnungsvorschrift wird wirksam

Ab dem 13. Dezember 2014 müssen die Vorschriften der EU-Verordnung 1169/2011 zur Information der Verbraucher über Lebensmittel (Lebensmittel-Informationsverordnung oder LMIV) eingehalten werden. Eine Lebensmittelverpackung muss dann folgende Informationen tragen:

  • die Bezeichnung des Lebensmittels
  • die Zutaten des Lebensmittels einschließlich der 14 wichtigsten Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können
  • das Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum
  • die Nettofüllmenge
  • der Firmenname
  • die Nährwertkennzeichnung (ab 2016)