Klimawerkstatt Spandau

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fLotte - kommunal

fLotte – kommunal: Mobilitätsprojekt in zwei Außenbezirken

fLotte-kommunal
Foto: Lastenfahrräder ADFC Berlin e.V.

Es ist ein bisher deutschlandweit einzigartiges Projekt, das nun in Lichtenberg und Spandau startet: In Kooperation mit fLotte, dem Lastenrad-Projekt des ADFC Berlin e.V. bieten die beiden Bezirke einen kommunalen, für die Bürgerinnen und Bürger kostenfreien Verleih von Lastenfahrrädern an. In beiden Bezirken entstehen je zehn Verleihstationen an öffentlichen Orten. Der ADFC Berlin stellt mit www.flotte-berlin.de die Plattform, über die die Räder ausgeliehen werden können. Es ist eines der ersten Projekte, das aus Mitteln des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanziert wird.

 

Unsere aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter Termine oder im Kalender.

Hintergrund

Distanzen bis zu sechs Kilometer können mit dem Fahrrad kostengünstiger, schneller und umweltfreundlicher zurückgelegt werden als mit dem eigenen Kraftfahrzeug. Lastenfahrräder sind nicht nur praktisch für Transporte, sondern ein sicheres, bequemes und nachhaltiges Verkehrsmittel im Alltag. Wenn sie direkt am Wohnstandort leicht zugänglich verfügbar sind, können sie private Autofahrten ersetzen und damit einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Projekt fLotte - kommunal könnte, berlinweit angewendet, einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Berliner Klimaschutzziele leisten.

Unser Partner

Deutschlandweit ist der ADFC der führende Kooperationspartner beim Verleih von kostenfreien Lastenfahrrädern. Die Erfahrungen des ADFC in den verschiedenen Städten (beispielsweise Hannover, Köln, Essen) bilden das wesentliche Fundament der Initiative "Freie Lastenräder". Mit Beginn 2018 hat nun auch der ADFC Berlin unter "fLotte" einen freien Lastenfahrradverleih mit Partnern aus dem Einzelhandel in Berlin gestartet. Das Projekt "fLotte-kommunal" soll dieses Projekt mit Partnern aus den kommunalen Bezirksverwaltungen ergänzen.

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Unser gemeinsames Ziel

Ziel des Projekts ist es, Lastenfahrräder als Transportmittel für kleine und mittlere Strecken für alle Bewohner zugänglich zu machen. Dabei soll – anknüpfend an vorhandene öffentliche Dienstleistungszentren und unter Nutzung einer eingeführten online-Buchungsplattform – ein kostenfreies kommunales Lastenfahrradausleihnetz aufgebaut werden. Die Bezirke möchten mit diesem Angebot einen Beitrag zum Aufbau umweltfreundlicher Mobilitätsangebote leisten. Durch das Projekt soll die Arbeit der öffentlichen Einrichtungen unterstützt und der Nutzen eines Lastenfahrrades bei der Bevölkerung bekannt gemacht werden.

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Unsere Verleihstationen

In den Außenbezirken Spandau und Lichtenberg werden an je zehn öffentlichen Standorten kostenfrei Lastenfahrräder zur Ausleihe angeboten. Wir haben zahlreiche Standorte angesprochen und haben bisher die Zusage von neun Einrichtungen, die über den Bezirk verteilt liegen und die wir in den nächsten Wochen sukzessiv ausstatten werden.

Unsere Kriterien für die Standortwahl:

  1. unmittelbare Nähe zu Wohnquartieren
  2. wochentags tagsüber geöffnet
  3. Bereitschaft der Mitarbeiter*innen, den einfachen Ausleihvorgang vor Ort zu begleiten
  4. Vorhandensein eines Flächenpotentials zur Aufstellung des Lastenfahrrades.
Die Mitarbeiter*innen der Stationen halten Ausleihformulare bereit und geben die Lastenfahrräder aus bzw. nehmen sie wieder entgegen. Die Buchung selbst erfolgt auf der Plattform fLotte-berlin.de des ADFC.

 

Eine Liste der Standorte in Spandau finden Sie in Kürze hier.

 

Kostenfreies Angebot

fLotte - kommunal wird aus Mitteln des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanziert und ist für den Nutzer in der Pilotphase kostenlos, weil das Lastenfahrrad als überzeugendes Angebot zum PKW erst einmal in den Fokus gerückt werden soll. Zudem ist der Haftungsaufwand bei einem kostenfreien Verleih geringer als bei einer Vermietung und auch der Verleihvorgang ist vereinfachter.

Es ist beabsichtigt, zum Austesten der Zahlungsbereitschaft der Kund*innen eine Spendenbox in den Einrichtungen aufzustellen; die Einnahmen sollen im Rahmen des Projekts zur Ausrichtung einer Abschlussveranstaltung eingesetzt werden.

Das CO2-Einsparpotential

Gemäß Nutzerstudie des "Forum Freie Lastenräder" aus dem Jahr 2016 gaben 46% der Teilnehmer*innen an, dass sie ihre Tour mit dem Auto gemacht hätten, wenn sie kein Lastenfahrrad zur Verfügung gehabt hätten. Rechnet man die Daten der Studie hoch, so ergeben sich pro Jahr und Lastenrad durchschnittlich ca. 500 vermiedene Autokilometer. Bei einer durchschnittlichen Emission von 142 g/PKW (Umweltbundesamt 2014) ergibt sich eine Reduzierung von 0,07 t CO2-Äquivalent pro Jahr und Rad, bezogen auf die eingesparten Autokilometer. Bei einer Annahme, dass 54% der Nutzer*innen ein anderes Verkehrsmittel, Bus oder Bahn, genutzt hätten, und einer mittleren Emission von 70 g/Personenkilometer ergibt sich eine weitere Reduzierung von 0,035 t CO2-Äquivalent pro Jahr und Rad.

Pro Lastenrad können im Jahr die THG-Emission von 0,1 t CO2-Äquivalent vermieden werden. Daher können in dem Projekt in zwei Bezirken mit 20 Lastenrädern 2 t CO2-Äquivalent pro Jahr eingespart werden.