Die Vermüllung der Meere stoppen

Vortrag zum Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission zur Reduzierung von Plastikmüll in der Umwelt
Wann: Mittwoch, 17. Oktober, 18.00 - 20.00 Uhr
Ort: KlimaWerkstatt Spandau, Mönchstraße 8, 13597 Berlin

 

Die Menge an schädlichem Plastikmüll in den Ozeanen und Meeren wächst ständig. Um dagegen vorzugehen, schlägt die Europäische Kommission neue Vorschriften zur Reduzierung von Plastikmüll vor. Nachdem in den letzten Jahren der Verbrauch an Plastiktüten zurückgegangen ist, richtet die EU nun ihre Aufmerksamkeit auf die 10 häufigsten im Meer gefundenen Einwegkunststoffprodukte und auf Fischfanggeräte, die in Europa zusammen 70 Prozent der Abfälle im Meer ausmachen. Im Visier sind Einwegprodukte wie Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Kaffee-Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff, für die es auch gute umweltfreundliche Alternativen gibt. Solche Einwegplastik-Produkte will die Kommission vom Markt nehmen. Doch - wie sehen die Alternativen aus? Welche Zielvorgaben für die Verbrauchsminderung gibt es? Welche Verpflichtungen haben Hersteller? Wann wird eine Umsetzung erfolgen? Mit diesen und weiteren Fragen setzt sich Henriette Schneider in ihrem Vortrag in der KlimaWerkstatt auseinander.

 

Henriette Schneider arbeitet als Projektmanagerin im Bereich Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. und ist Expertin für Abfallvermeidung und nachhaltige Verpackungen. In ihrem Vortrag wird sie die Hintergründe der EU-Plastikstrategie sowie die nächsten Schritte der von der Kommission vorgeschlagenen Einwegplastik-Richtlinie erläutern und veranschaulichen, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen einen Beitrag zur Umsetzung der umweltpolitischen Verpflichtungen und abfallpolitischen Ziele der EU leisten können und wo noch Nachbesserungen notwendig sind. Außerdem wird sie konkrete politische Forderungen und wirklich ökologische Alternativen zu umweltschädlichen Wegwerfprodukten mit dem Fokus auf Mehrwegalternativen vorstellen.

 

Mit dem Vortrag wollen wir u.a. die gastronomischen Betriebe in Spandau darüber informieren, was die Richtlinie für sie bzw. ihr Geschäft zukünftig bedeuten könnte. Im Rahmen unserer Kampagne "Spandau boxt Mehrweg" werden wir sie zum Thema take away ansprechen und beraten. Zur Veranstaltung sind auch Spandauer*innen und lokale Politiker*innen herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag mit anschließender Diskussion.

 

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